ein Zweiundvierziger, eine „Dicke Bertha“. Der Wind umpfeift ihre Riesenformen; ihr offener /
Mund ist stumm, und dennoch flüstert es vernehmlich aus ihm heraus: „Ich roste nicht, obwohl ich rasten /
muss. Mein Leib ist schwanger vom deutschen Willen. Kommt meine Stunde, so will ich einen Knaben /
gebären, der Siegfried heißt!“
 
Weiter! Wieder der Küste entgegen! Da gibt es heute noch eine andere deutsche Herrlichkeit /
zu sehen. Eines von unseren Unterseebooten hat im Ärmelmeer einen englischen Dampfer versenkt /
und 2 große, mit Lebensmitteln für England beladene Schiffe in den deutsch gewordenen Hafen eingebracht.
 
Seht, dort liegen die beiden Dampfer an der Mole, ein brauner und ein weißer! /
Fein sehen sie nicht aus! Aber etwas Vorsicht, bitte, nicht anstoßen! In dem einen Dampfer stecken 120.000 /
Eier, die heute morgens [recte Morgen] bei unterschiedlichen englischen Frühstücken verzehrt werden sollten. Und auf dem anderen /
Dampfer, der außer einer schweren Ladung von Pökelfleisch und Konserven auch 86 Passagiere /
führte, befindet sich eine 10-köpfige Varietégesellschaft, die kontraktlich verpflichtet war, gestern abends [recte Abend] /
in London zum ersten Mal aufzutreten. Auf dem Deck des Dampfers spaziert ein Amerikaner /
auf und ab, der sehr ruhig dreinschaut, obwohl er chronisch unter dem Schicksal leidet, nicht nach England /
kommen zu können; schon siebenmal ist er hingereist, und jedes Mal musste er wieder /
umkehren, ohne England gesehen zu haben; das ist misslich; dennoch spricht er mit großer Hochachtung, /
sogar mit Bewunderung von dem Unterseeboot und den deutschen Marineoffizieren, die seine englische /
Odysseusfahrt um ein neues Abenteuer bereicherten. Auf die Frage: /
„Wann hoffen Sie nun endlich nach England zu kommen?“ – gibt er die stoische /
Antwort: „Da müssen Sie die deutschen Unterseeboote fragen!“