sieben und ordnen. Wenn ich gehe, muss ich über einen Knienden oder Liegenden hinübersteigen, /
der mit schwarzfleckigem, lustigem Gesicht zu mir herauflacht. Das ist der erste starke Eindruck, den ich habe: /
stolze diesen freudigen Arbeitsfreudeeifer und diesen erhöhten Augenglanz ist [recte in] allen Gesichtern der ruhelos tätigen Mannschaft /
zu sehen! Jeder weiß, dass er auf einem besonders wichtigen Posten steht, und jeder ist stolz darauf. /
Keiner denkt an die Gefahr, die ihn bedroht in jeder Minute seines Dienstes; jeder denkt nur /
an seine Arbeit, denkt nur an den Erfolg und glaubt an den deutschen Sieg. /
Ich werde still, ganz still. Und bei jeder Plage, die ich sehe, fühle ich heiß in mir die beiden Worte / dankbaren Worte: „Für uns!“
 
Nun geht‘s hinunter vom Verdeck hinunter durch eine kreisrundeförmige Luke, die ich mit /
meiner verwünscht in die Runde geronnenen Taille kaum zu passieren vermag. Es gelingt mir /
nur, indem ich die Arme dicht an mich anpresse, den Bauch einziehe und mich so lang mache, /
wie nur möglich. Viel schlanker, als ich, ist der prächtige, von Humor sprudelnde Kapitänleutnant, /
der erfolgreiche Führer des Boots, auch nicht. Aber der kann‘s! In der Luke versteht er sich schnürchendünn /
zu machen. Hat er das enge Törchen passiert, dann lässt er sich lachend wieder in die Breite gehen.
 
Drunten, im spindelförmigen Herzen dieser stählernen Riesenlaus, kommt ein Schlüpfen, /
Bücken und Kriechen – schon nach 5 Minuten habe ich ein Dutzend Beulen am Kopf – und es kommt /
ein Schauen und Staunen, ein Fragen und Lauschen, eine wundervolle Stunde, deren kostbaren /
Inhalt ich verschweigen muss. Nur eines will ich benennen: Als ich unter Wasser war und in dem /
engen Kommandotürmchen – inmitten einer wahrhaft sinnverwirrenden Menge Fülle von Maschinerien /
und Rohren und Schläuchen und Hähnen und Hebeln und Tastern – gierig hineinguckte in