An meinem Schnäuztüchlein ließ er mir als Erinnerungszeichen den schwarzgrauen Abdruck seiner fünf Finger zurück. /
Auch die Stuck’sche „Sünde“ wurde bei dem Vorgang sehr mehr ein bisschen zerknittert und vom Regen /
durchweicht. Aber wahre Kunst verträgt jede Feindseligkeit und weiß sich siegreich zu durchzusetzen. Ich versuche /
den braunen Schwarm, der da herangesprungen kam, zu zählen. 60 oder 70 müssen es /
sein; doch um genau zu zählen, fehlt es an Zeit. Schon holt uns die erste Schwarmreihe der Unseren ein, /
und nun geht es weiter über die Felder, über die Brachböden und durch die nassen Kartoffelfelderäcker. Hinter /
dem Dunst, der die Ferne umspinnt, erkennt man undeutlich die russischen Feldstellungen und die ihre /
Schützengräben am Waldsaum. Von da drüben knattert es ruhelos herüber. Die Schwarmreihen /
und der Hamburger und Schleswig-Holsteiner, denen die Linien der Ostpreußen folgen, /
müssen sich in Deckung werfen. Wo sich einer hinschmeißt auf die Erde, sehe ich vom /
Kartoffelacker die Nässe emporspritzen, als wäre der Feldgraue in eine Pfütze gesprungen.
 
Hinter uns die roten, hoch ausge..…ten Flammenmauern der Brände, vor uns das graue /
Geriesel, der graue Dunst. Alle Häuser, die noch nicht in Flammen Feuer aufgingen, sind von den /
Unseren besetzt, aus allen Fenstern prasseln die Schüsse der deutschen Gewehre heraus. Auf den Dachböden /
werden Maschinengewehre aufgestellt und beginnen nach wenigen Minuten zu knattern. Die Minenwerfer /
rücken nach und speien ihre brüllenden Bohnen gegen den Feind. Weit hinter uns die kraftvolle /
Hymne unserer Geschütze. Ein wundervoll ineinandergreifendes Wirkungsschießen beginnt. Drüben, wo die /
Russen liegen, dröhnen die Granatenschläge wild und rasch, alles verwandelt sich im Dämmergrau des /
sinkenden Abends in Qualm [?] und feuriges Aufspritzen. Zur Rechten der Straße liegen die Unseren /
unbeweglich in den Kartoffelfeldern. Dann immer wieder ein rasches Aufspringen, vor [ein] flinkes Vorrücken