Zur Linken der Straße, zwischen der feindlichen Stellung und den von den Unseren besetzten Häusern /
knattert es ruhelos hin und her.
 
um 100 oder 150 Meter, und werfen sich die Feldgrauen von Neuem in Deckung, so meldet das Aufsteigen einer /
weißen Leuchtkugel, wo sie liegen. Zur Linken der Straße sind alle Häuser noch unverbrannten /
Häuser von den Unseren besetzt. Zwischen den Fenstern und der feindlichen Feldstellung knattert und rasselt es hin und /
her. Ich springe in eines dieser zu einem dieser Häuser hin., um mir das anzusehen. In die dämmerigen Stuben, durch deren /
Fenster die Unseren hinausfeuern, fällt der glutrote Schein der Brände herein, und die Feldgrauen /
sehen aus wie schwarze Schatten. Und immer dieses hurtige Aufblitzen, das in den Abend hinausgreift wie ein aus Gold/
drähten geschmiedetes Gitter. Und immer die lustigen Worte, die frohen Scherze der Unseren! Draußen ist es schon /
so trübe geworden, dass ich mit dem Glase kaum noch zu sehen vermag. Dennoch kann ich erkennen, /
dass aus der feindlichen Feldstellung eine lange Reihe von Russen davonschleichen und gegen den Waldsaum /
hinüberhuschen. Das Die Schüsse der Unseren wirren sich zu einem jagenden Geprassel ineinander. /
Und plötzlich verstummt das Dröhnen der deutschen Geschütze. Es ist 6 Uhr abends. In dieser grauen Stille, /
in der nur noch die kleinen (Bleivögel ruhelos zwitschern), hallt weit von rechts über die Straße /
ein jubelndes Hurra von tausend Stimmen herüber. Da drüben haben die Unseren ein Fort genommen. /
Und nun tauchen über die ganze Breite der Felder alle Schwarmlinien der Schleswig-Holsteiner, /
der Hamburger und der Ostpreußen aus den Deckungen heraus. Wohin ich auch schaue, überall /
hastet eine von diesen prachtvollen Figürchenreihen dem Feind entgegen. Zur Linken der /
Straße verstummt das feindliche Geknatter. Aus den Feldmulden und aus den Waldsäumen tauchen Schwärme /
von Russen heraus, waffenlos, mit aufgehobenen Händen. Doch rechts von der Straße gibt /
knattern noch die Salven eines heißen Kampfes. Nun auch dröhnt das deutsche Hurra, /
dieser wundervolle, brausende Aufschrei der deutschen Kraft. Russen, Russen, Russen, wohin ich sehe.