vergehen, bis die Auto man die Autos herauszuwursteln vermag. Während dieser Arbeit stehen wir immer /
im Platzregen, nass bis auf die Haut. Morast und Wasser quellen oben in die Stiefelröhren /
hinein. Die Augen sind von den Scheinwerfern geblendet. Man sieht nicht mehr, wohin man tritt. /
Skowronek legt sich der Länge nach in die schreckliche Suppe, mich wirft es /
über einen steilen Straßenhang in die Wiese hinunter. Wahrhaftig, es wäre verzeihlich, wenn man /
ungeduldig und wütend würde. Aber immer sieht man Dinge, aus denen die Mahnung herausredet: Sei zufrieden, /
verliere die Geduld und Ruhe nicht, du leidest viel weniger als die anderen, die weder unruhig werden, noch /
ihre gute Laune verlieren. Wie unsere Feldgrauen schaffen und schanzen in dieser schwarzen, bodenlosen /
Nacht – es ist bewundernswert. Und zwischen den festgefahrenen Wagenreihen stehen und stecken /
die „Panjewägelchen“, die polnischen Fuhrwerke, in deren Stroh die /
Schwerverwundeten liegen. Weil ich keinen Laut von jenen zu hören bekam, glaube ich, dass sie /
schlafen. Ich trete der Reihe nach an viele Wagen hin. Die Stummen, die da liegen, haben /
die Augen offen, liegen ruhig und klaglos im triefenden Stroh und nicken einen Gruß, /
wenn man vorübergeht. (Ein Loblied auf unsere Braven.)
 
Endlich entwirrt sich der fürchterliche Knäuel, und weiter geht‘s. Aber die Nässe dieses /
Tages und dieser Nacht zeitigt ihre Folgen. Die Stimmen werden heiser, und das Taschentuch bekommt /
ruhelose Arbeit. Von uns dreien einer, der seit Wochen an der Ruhr zu laborieren hatte, /
lässt von Zeit zu Zeit den Stoßseufzer hören: „Nur nicht niesen, nur nicht niesen!“
 
Wie ein Himmelstrost blinzelt der Lichtschein unseres Quartiers aus der Finsternis heraus. Wir denken /
in Sehnsucht an unsere Zimmer. Freilich, ein bisschen kahl sind sie, und ihr ganzer Luxus besteht aus