empor. Auf einer großen Wiese sind die Bataillone, die Batterien und Reiterzüge der Badener zur /
Parade aufgestellt. Ihr Führer, General von Seydewitz, unter dem die tapferen /
Badener eines der westlichen Forts von Grodno erstürmten, und der Oberbefehlshaber /
der 8. Armee, General von Scholtz, erwarten den Großherzog. Eine Reihe von Autos /
fährt auf der nach Westen führenden Straße heran. Im ersten Wagen der Großherzog von /
Baden mit Generalfeldmarschall von Hindenburg. Während aus dem /
Flug der Nebel- und Regenwolken eine die linde Nachmittagssonne herausblinzelt, /
schreitet der Großherzog – eine schlanke, lebhaft bewegliche Gestalt – unter den Klängen /
des Präsentiermarsches die langen Soldatenreihen und ab. Häufig Immer wieder bleibt er stehen, /
plaudert herzlich und in froher Laune mit einem Offizier oder mit einem Soldaten, und häufig greift er in das zweite und dritte /
Glied, um einem Braven, der das Eiserne Kreuz an der Brust trägt, die Hand zu reichen. Bleibt /
dabei auch immer die Feierlichkeit des militärischen Charakters gewahrt, so gewinnt doch der ganze Vorgang /
durch die freundliche Art des Großherzogs etwas Persönliches und Familiäres. Diesen Klang behält /
auch die Ansprache, die er an seine Landeskinder hält richtet. Er dankt ihnen für ihre treue Tapferkeit, /
für ihr mutiges Ausharren und ihre sieghaften Erfolge, bringt ihnen Grüße von seiner Frau und seiner /
Mutter, Grüße von allen Frauen und Müttern der fernen Heimat. Und es gewann dem Großherzog die Seelen aller, /
die auf der sonnigen Wiese standen, als /
er den Marschall von Hindenburg „unseren /
Führer“ nannte, [„]zu dem wir alle /
mit Dankbarkeit und Bewunderung aufblicken“.
 
Unter klingendem Spiel und in froher Stimmung marschieren die Bataillone davon, der neuen kriegerischen Arbeit /
entgegen, die ihrer wartet. In Augustow, das wenig gelitten hat, vereinigt eine /
flinke Teestunde den Fürsten mit den Generälen und Offizieren. Auf dem Marktplatz / spielt die Musik, und die polnische Bevölkerung drängt sich mit unseren Feldgrauen zu einem dichten